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Second Life
Infos für jeden, der sich für die 3D-Life Simulation aus San Francisco interessiert...
Erste Zahnarztpraxis in Second Life...
qui commence avec Bernd Bitzer (26 août 2007)
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26 août 2007
Schöner bohren im Nirgendwo…
Von Bernd Bitzer
Eine Zahnarztpraxis, die es so nirgendwo auf der Welt gibt. Patienten, die auf die Behandlung fliegen. Und es tut auf gar keinen Fall weh… das kann nicht sein? Doch – in der ersten virtuellen Zahnarztpraxis in „Second Life“, einer dreidimensi-onalen Simulation im Internet, ist alles möglich. Und vieles viel einfacher als im „echten“ Praxisleben…
Ferrris Ferraris macht blau. Dösen und im bequemen Liege-stuhl auf der Praxisterasse den Sonnenaufgang genießen ist seine Lieblingsbeschäftigung. In dieser Zeit versorgt Dr. med. dent. Dipl. oec. med. Wolfgang Hörz seine Patienten im echten Le-ben, hilft bei Parodontose, setzt Implantate und liefert mit sei-nen Kollegen der hmt-zahnmedizin in Leinfelden bei Stuttgart zahnmedizinische Rundumversorgung.
Ferrris Ferraris ist das Zweit-Ich im Zweitleben von Dr. Hörz.
„Der Kontakt gelingt hier wunderbar unkompliziert“, so Dr. Wolfgang Hörz. „So ganz ohne den üblichen Arzt-Patienten-Abstand unterhält man sich mit netten Menschen aus der gan-zen Welt. Es macht einfach Freude, dann auch noch ein paar Tips für gesündere Zähne unterzubringen.“
Im Eingangsbereich der virtuellen Zahnarztpraxis, gleich hinter dem modernen Empfangstresen aus poliertem Edelholz und halbtransparentem Rauchglas informieren große Tafeln über die optimalen Methoden, die Zähne zu putzen und über die neues-ten Erkenntnisse bei der Zahnaufhellung.
„Sobald ein Avatar – so heißen die virtuellen Menschen hier – eine dieser Infotafeln berührt, bekommt er automatisch eine Kopie der Information ausgehändigt, die er mit „nach Hause“ nehmen kann“, erklärt Dr. med. dent. Dipl. oec. med. Kresimir Mestrovic, bei hmt mit den Tätigkeitschwerpunkten ästhetische Zahnheilkunde, Endodontie und Implantologie einer der drei leitenden Ärzte.
Als virtuellen Zahnarzt „Kreshi McBride“, sonnengebräunt und studiogestählt, trifft man ihn in seinen Arbeitspausen in Second Life. „So ist unser Angebot rund um die Uhr präsent. Doch zählt der Spaß an der Sache. Und der macht diesen Zugang so interessant – mehr als bei einer gewohnten Website.“
Dieser „interessantere Internet-Zugang“ existiert schon seit 2003, erdacht in den Linden Labs in San Francisco, anfangs die mehr, eher weniger praktische Umsetzung einer komplizierten Formel des Firmengründers Philip Rosedale. Erst Ende 2006 kam die Lawine plötzlich ins Rollen. Der Grund: „virtueller Grundbesitz“ und die ständige Verbesserung der Darstellungs-qualität bringen die Zweitwelt sprunghaft in die Schlagzeilen der Medienwelt, die zunächst ungläubig über unbekannte Pixeluniversen und das wundersame Treiben darin berichtet.
Alles scheint möglich. Denn Linden Labs liefert im Gegensatz zu Internetspielen nur die Basis, die „Welt“ als solche. Jedes Haus, jedes Kleidungsstück, vom Weltraumbahnhof bis zur mittelalterlichen Fantasiewelt wurde und wird ausschließlich von den Bewohnern erdacht, gebaut von den Avataren selbst mit Werkzeugen, die jeder ’ingame’, also innerhalb von Second Life kostenlos einsetzen kann, um jede denkbare Form, jedes mögliche und unmögliche Objekt zu schaffen. Oder um ein künstliches Gebirge im Vorgarten wachsen zu lassen… in wenigen Sekunden.
Dr. med. dent. Dipl. oec. med. Christian Toth ist Oralchirurg bei hmt und als „Krisztian Tomorrow“ virtuell unterwegs. Der gebürtige Ungar kennt die Ängste seiner Patienten: „Unter uns – wer geht schon gerne zum Zahnarzt? Einfach mal auf einen Sprung in die Praxis, ein freundlicher Plausch zwischendurch? Hier doch eher selten… in unserer virtuellen Praxis aber völlig normal und immer wieder Grund für ein Extra-Lächeln.“
In Deutschland leiden über 12 Millionen Menschen unter der heillosen Angst vor dem Zahnarzt – schon der bloße Gedanke an Bohrer und Spritze lässt sie beben und hat der Bohrer-Panik sogar einen eigenen Fachbegriff eingebracht: Oralophobie. Viele gehen nur unter großen Ängsten zum Zahnarzt. Oder nur dann, wenn der Schmerz gar nicht mehr nachläßt.
Dr. Christian Toth sieht daher in der virtuellen hmt-Praxis eine Chance, spielerisch auf den Zahnarztbesuch vorzubereiten und so die Hemmschwelle zu senken. „Es funktioniert – und es freut uns natürlich besonders, wenn wie gestern ein neuer Patient aus dem doch weiter entfernten Korntal-Münchingen zu uns kommt. Weil ihm die Praxis in Second Life so gut gefallen hat.“
Rundum-Service kommt bestens an. Bei hmt findet sich das gesamte Spektrum der Zahnmedizin unter einem Dach. Die Zusammenarbeit von Fachärzten garantiert einen effektiven und reibungslosen Behandlungsablauf – und das in einer Atmosphäre, in der sich Praxisteam und Patienten gleichermaßen wohl fühlen. So wohl, dass man mit gleich zwei Zahnarzt¬helferinnen den Kreis der 22 festangestellten Mitarbeitern erweitern möchte. Gesucht wird mit einer Anzeige in regionalen Publikationen und natürlich parallel in der virtuellen Praxis, die ihrem Vorbild demnächst auch optisch exakt nachgebaut wird.
Dr. Kresimir Mestrovic: „Wir haben vor, unser tatsächliches Praxisgebäude in der virtuellen Welt mit so vielen Details wie möglich nachbauen zu lassen, so dass jeder den Besuch bei uns vorher regelrecht „üben“ kann. Und was man vorher geübt hat, fällt in der Wirklichkeit leichter.“
Fast zehn Millionen Avatare sind mittlerweile im Zweitleben angekommen, davon ständig rund 30.000 weltweit an den Servern in San Francisco angemeldet und so aktiv, dass jeden Tag über eine Million Euro in Second Life umgesetzt werden. Für Dinge, die es nicht gibt – und die doch jeder haben will. Denn die finanzielle Grundstruktur ist der eigentliche Antrieb der Zweitwelt und deren unverhohlene Daseinsberechtigung. Der Keim des Kapitalismus steckt in jedem Detail: ein Klick auf das Objekt der Begierde genügt und das Konto ist um einige Lindendollar ärmer, der allumfassenden Währung in Second Life.
Natürlich ist vieles kostenlos, so wie der Zugang selbst. Doch die Verlockungen tausender Einkaufsmeilen und noch mehr detailreich gestalteter Objekte von Ledertäschchen bis Designer-kleidung weckt zwangsläufig Begehrlichkeiten. Endlich die Luxusjacht am Landungssteg der eigenen Villa und abends mit virtueller Freundin in den Sonnenuntergang tuckern? Machbar und für einige Euros durchaus bezahlbar.
Viele Firmen haben den Wert virtueller Ware zwischenzeitlich erkannt und sind mit eigenen Niederlassungen in Second Life vertreten, bieten Mercedes C-Klasse-Probefahrten, virtuelle Produkterfahrung am neuen Apple-iphone auf Apfelland oder die Jagd nach der geheimnisvollen Briefmarke auf der Post-Insel.
Dr. Wolfgang Hörz: „Wir planen in der nächsten Ausbaustufe Life-Veranstaltungen zu verschiedensten Zahn-Themen, Fortbildungen in einem eigens eingerichteten Vortragssaal und einen regelmäßigen Tag der Mundgesundheit in Zusammenarbeit mit der Stadt Leinfelden-Echterdingen. Dieser findet parallel dann auch in unserer realen Praxis statt, wird via Video in SecondLife übertragen und ist so weltweit für jeden zugänglich. Was für Möglichkeiten…“
[hmt zahnmedizin Leinfelden]
Dr. med. dent. Wolfgang Hörz
Dr. med. dent. Kresimir Mestrovic
Dr. med. dent. Christian Toth
Schulstraße 2
70771 Leinfelden-Echterdingen
Telefon 0711.756566
Telefax 0711.9035652
www.hmt-zahnmedizin.de
e-mail: info@hmt-zahnmedizin.de
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