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Curry Baude - Gesundbrunnen
Behmstraße, am U-Bahnhof Gesundbrunnen, 13357 Berlin
11.04.2013
ThorgeFährlich Hmm, Britz Süd ist ja schon “relativ” jwd. Aber könnt man ja mal machen. Vor Juni bin ich aber wohl nicht wieder B… Ich pack den Arno mal auf die ewig lange Liste…
16 avril 2013
sizzleck nett geschrieben-wirklich! jetz kann endlich auch jeder zugezogene/tourist nachlesen worum es bei solch einer bude eigentlich geht-und wird es trotzdem nie verstehen;) solche buden entdeckt man nicht, sondern man wächst mit ihnen auf!!!
Il y a un jour
Hot-Dogs & Burger - Prenzlauer Berg
Schönhauser Allee 173, 10119 Berlin
20.02.2013
Gerade in B angekommen traf ich Kumpel M. an seinem Arbeitsplatz an der Schönhauser, zwei Stunden musste er noch schuften, begrüßt wurde ich missmutig und einsilbig. "Hab Hunger!" Ansage Ende.
Zum Glück hat man ja sein Smartphone samt Qype-App am Mann und die App findet sogar den genauen Ort, an dem man sich befindet und sucht dann nur in der Nähe. Also flugs "Fast Food/Imbiss" eingetippt, schon wurden einige Ergebnisse angeboten. Okayer Dönerdealer, okayer Asiate und ein Laden mit fünf Sternen und einer einzigen, aus zwei Worten bestehenden Bewertung. "Super lecker !!!"
Jeder normale Mensch würde den Döner oder China-Reis plus X wählen, Kumpel M. und ich haben inzwischen in den "Underdog-Modus" geschaltet, irgendwann beim gemeinsamen Whiskeytrinken muss der uns infiziert haben... (vielleicht war es auch nur das Wort "Burger") ...bin also losgetrabt, paarhundert Meter die Schönhauser hoch, endlich den Laden gefunden und nach kurzem Zögern rein.
Netter Mitarbeitermensch, große Getränkeauswahl: Gut!
Ein Stern wäre zu wenig, zwei kann ich halbwegs verantworten. Aber nur so gerade eben...
Akkordeonistin klingt echt nicht so nice…wirklich mal wieder in Berlin oder bezog sich das auf “vor ner weile”? ;-)
21 février 2013
Curry 24 - Schöneberg
Potsdamer Str. 128, 10783 Berlin
13.01.2013
Wir kennen uns schon so lange, Deinen Namen hab ich jetzt aber nur durch Zufall erfahren. Entweder bin ich blind und das dann extrem oder nirgendwo an Deiner Fassade kann man ein Namensschild oder einen sonstigen Hinweis finden. Ich wollt schon so lange mal über Dich schreiben, aber ohne einen Namen? Selbst bei "Google Maps" gibts dich nicht, die Bilder da müssen ja uralt sein! Ich konnte ja nichtmal einen neuen Ort anlegen ohne die Information - ok, dazu wäre ich aber eh zu faul gewesen, den Job lass ich ganz frech andere machen.
Warum also heißt Du denn nun eigentlich "Curry 24"? In der Hauptstadt hat es sich ja aus unerfindlichen Gründen so eingebürgert, die Hausnummer und/oder den Straßennamen in den Lokalitätennamen zu integrieren. Dementsprechend solltest Du "Curry128" heißen. Oder "Curry an der Potsdamer". Oder wegen mir auch "Curry neben dem großen Puff an der Potsdamer in der Nähe von dem Straßenstrich, der ständig in den Medien ist". Gut, das wär ein bisschen lang, den Namen würd aber garantiert niemand vergessen! Da wette ich drauf!
Warum also "Curry 24". Ich vermute, es ist eine Anspielung auf die Öffnungszeiten, denn allermeistens sehe ich Dich offen, egal, zu welcher Tages-/Nachtzeit ich vorbeigelaufen komme. Ich hab bei Dir schon Mittwochs Morgens um vier Uhr Currywurst gegen den Suffhunger gekauft und eigentlich funktioniert das auch immer ganz gut. Ok, die Brötchen könnten etwas krosser sein, andererseits sind das nicht die kleinen Standardbrötchen, die anderswo die Currywurst begleiten (ja, ich drücke mich gewählt aus, da bist Du jetzt überrascht, hmm?), sondern richtige Brötchen, Schrippen, Wecken, was weiß ich, wie mans sonst noch nennt, nicht so ein mäusefaustgroßes Möchtegernbackwerk, sondern halt ein ausgewachsenes Brötchen. Vermutlich die älteren von den diversen Bäckereien im Umkreis. (So meine Theorie, ich weiß nicht, ob das so korrekt ist - aber so schmecken die Brötchen zumindest. Sie sind groß, qualitativ aber eher mau. Keinesfalls aber schlecht! Meine Meinung.)
Jetzt hast Du ja die Preise mal wieder angehoben. Kumpel M. kauft deswegen nicht mehr bei Dir, ist ihm zu teuer, sagt er. Da muss ich immer sehr lachen. 1,60€ für ne okaye Currywurst mit Brötchen (1,40€ ohne) find ich jetzt echt nicht schlimm, hier bei mir in der "schönsten Stadt der Welt" (Immer wieder ein Knaller, der Spruch!) krieg ich für 1,60€ evtl das trockene Brötchen und ein paar Stippen Curryketchupsauce. Das Fleisch dazu muss ich mir dann selber fangen. Neeh neeh Du, Deine Preise sind schon ok, für Nichtberliner zumindest! Aber ich gebe zu, ganz zu Anfang, als wir uns kennenlernten...Currywurst, und zwar keine schlechte, für 1,20€...da hab ich schon gedacht, Du willst mich auf den Arm nehmen. Aber wie gesagt, 40 Cent mehr bringen jetzt auch keinen um...finde ich.
Ich mag auch die Menschen, die bei Dir arbeiten, immer freundlich, keine Plaudertaschen, ich bekomme das, was ich möchte, nämlich etwas, um den Hunger zu stillen und keine ans Ohr gelaberte Bulette. Letztens hat mir sogar mal einer Deiner Mitarbeiter einen schönen Abend gewünscht, da wusst ich dann nicht, was ich sagen soll. Hat mich auf dem falschen Fuß erwischt, erwarte ich in ner Berliner Curryschmiede einfach nicht. Aber fand ich gut!
Und Deine Kundschaft find ich auch lustig. Immer steht mindestens ein leichtbekleidetes Mädel im ziemlich winzig kleinen fast sitzplatzlosen Raum vor der Verkaufstheke und genießt ihre Pause. Gern auch mal in Gruppen, was ziemlich kurios aussieht. Eine richtig kleine Ladenfläche voller Mädels in "Arbeitskleidung", die Fritten, Curry oder Schaschlik genießen und sich dabei über die letzte Kundschaft unterhalten. Damit kommt man klar oder eben nicht. Und wenn nicht, dann muss man eben vor Eintritt durch die Fensterscheibe die Anzahl der Schwalben eruieren, ab Dreien bleibt man dann lieber draußen um das Gemüt zu schonen. Ich schone nicht, ich find das lustig, vom simplen F-Wort lass ich mir doch den Appetit nicht verderben!
Ich komm bestimmt mal wieder auf ne Curry oder was anderes vorbei bei Dir "Curry 24"! Da kannste von ausgehen!
Und die vergebenen drei Sterne sind gute Sterne, keine durchschnittlichen! Aber vier fänd ich dann doch übertrieben...
Eselsbrücke - Prenzlauer Berg
Gethsemanestraße 11, 10437 Berlin
11.01.2013
"Sag an, wann und wo?" - "Hmm. Eselsbrücke oder BlaBla, such dir was aus." Recherche bei Qype. "Definitiv Eselsbrücke Alter, BlaBla erinnert mich zu sehr an den "Clochard" hier aufm Dorf in Hamburg, das brauch ich echt nicht!" - "Prima, denn treffen wir uns in der "Eselsbrücke"! 19 Uhr!"
Mal wieder zu spät stehen Kumpel M. und ich vor der "Eselsbrücke" und Stevenson grinst uns durchs Fenster an, Whiskey und Bier stehen bereits vor ihm. Neid!
Die "Eselsbrücke" ist eine kleine Eckkneipe im Prenzlauer Berg. Eine der wenigen, die noch urig ist. Ein Zufluchtsort für Normalgebliebene. Kein Öko-Mist, keine Dinkelbratlinge und keine Mütter mit Kinderwägen, die machen um diesen Ort einen großen Bogen. Und das ist gut so.
Es ist duster, es ist (mit zunehmender Uhrzeit total) verqualmt, dafür ist das hier alles viel authentischer als die meisten anderen aufgemotzten weichgepuderten Clubs und Bars und Lounges und weiß der Geier was sonst noch in diesem Bezirk.
Der Barmensch passt dazu, eine ehrliche Haut, wenn ihm was nicht passt, dann zeigt er das, ich wurde, nachdem mein Rucksack umgekippt war und ihm nun (mir nicht bewusst) im Laufweg lag, mit einem Blick bedacht, der nur und ausschließlich zum Töten gemacht war. Warum ich nicht augenblicklich in Flammen aufgegangen bin ist mir unerklärlich. Dazu die Ansage "Kannste dit vielleicht mal da wegnehmen, eyh!?" Den gesamten Abend vorher und ab zehn Sekunden danach wieder war der Mann eine Seele von Barmensch, knorrig, direkt, immer aufmerksam, großartig! So liebe ich das! Muss man mit klarkommen, wenn man auch mal angeschnauzt wird. Ich mag solche Ehrlichkeit, andere würden vielleicht weinen und von "unfreundlichem Service" reden. Geschmachssache. Das ist eben kein Schickimicki hier, das ist absolut ehrliche rustikale Eck-"Kneipen"-Atmosphäre. Der Mann hat ordentliches Trinkgeld von mir bekommen und das nicht aus Angst!
Stevenson, Kumpel M. und ich hocken im Halbdunkel an einem Tisch im hinteren Raum, der vordere ist klein und eng und abgesehen von Plätzen direkt an der Bar hat er auch nur noch wenige andere Sitzplätze zu bieten, direkt an der Fensterfront an kleinen runden Tischchen auf Hochstühlen gegenüber der Bar. Kaum war unsere erste Bestellung angekommen, da wurde im hinteren Raum ein Tisch frei und den nahmen wir direkt in Beschlag. Im hinteren Raum gibt es mehr Platz, es ist allerdings noch dusterer, dafür umso gemütlicher. Grob geschätzt finden 30 Leute dort Platz, einige müssen dann allerdings wieder auf Hochstühlen an Imbißtischen sitzen, einer davon steht sogar direkt vor der Tür zum Herrenklo. Da kann ich mir dann doch echt besseres vorstellen... Die Toilettenräume sind allerdings für so eine "Eckkneipe" echt ok. Ich hatte das nicht erwartet...
Die Karte ist nicht die ausladenste, bietet aber alles, was man zum glücklich sein braucht. Eine anständige Auswahl an Biersorten, eine kleine, teils aber feine Auswahl an Whiskeys zu sehr guten Preisen, auch sonst nichts zu meckern.
Wie schon beim ersten "Lieblings-inzwischen-ExQyper-Treffen" eine sehr gute Wahl meines "Lieblings-ExQypers"...tolles Ding, grundehrlich, faire Preise, prima Menschen, super!
Einen Stern zieh ich dennoch ab, denn irgendwann war es so dermaßen zugequalmt, das mir die Augen tränten, der Hals kratzte und ich war froh, draußen Frischluft zu bekommen. Ich hab selber 12 Jahre lang geraucht, kann also einiges ab, aber nach ein paar Stunden wurds übel. Lag sicher auch an den beiden Helden an meinem Tisch! Mit einer besseren Belüftung bekommt der Laden seine fast verdienten fünf Sterne, keine Frage.
ThorgeFährlich Dankeschön fürs Kompliment schalottchen :) Das freut mich!
@ tiker Ja, schade, daß es dieses Mal nicht geklappt hat! Aber ich denk mal, es wird nicht das letzte Zusammentreffen gewesen sein, evtl passt dir der nexte Termin besser, das wär prima! :)
12 janvier 2013
Burgers Berlin - Friedrichshain
Sonntagsstr. 2, Friedrichshain, 10245 Berlin
06.01.2013
(mis à jour le 11.01.2013)
Und Kumpel M. und ich hocken in seiner Bude und haben Hunger.
Döner? Nein. Pizza? Nein, der Laden gegenüber hat uns schon die letzten beiden Tage ernährt, irgendwann reichts dann auch, wir wollen den Besitzern ja keine Motoryacht finanzieren. Burger?
Burger! Burger sind immer gut!
Welcher Burgerladen denn? Burgeramt am Boxi? Burgermeister am Schlesi? Hain&Friedrichs in der Simon-Dach?
"M., ich erinner mich da dunkel an was...im August fuhr ich mal Bahn und überlegte laut, was ich denn wo essen sollte. Und dann bekam ich von der Tussi neben mir den Tipp, doch mal zu "Burgers Berlin" in der Sonntagsstraße zu gehen. Soll wohl gut sein da, sagte sie. Und sie schwärmte von den Typen, die die Burger basteln, aber das ist uns ja dann mal eher egal."
Begeistert wird der Vorschlag angenommen und direkt ausgebaut. "Jau, gute Idee, danach können wir noch n Whiskey im "So Frosch" trinken und denn weiter ins "Hops&Barley", liegt ja alles in der Nähe!!"
Der Masterplan! Also werden die müden Knochen zusammengerafft, rein in die besten Ausgehklamotten (lies: nicht die versifften, nach Kippen und Bier stinkenden aus der Silvesternacht) und auf gehts.
Bahnfahren. Von Tiergarten nach Friedrichshain, laut, zu hell, hektisch, anstrengend, ahrg! Hunger! Der treibt vorran.
Angekommen vorm "Burgers Berlin". Ernüchterung. "Eyh, rappelvoll, guck mal, die sitzen sogar draußen im Nieselregen, da hab ich aber keinen Bock drauf!" - "Ich auch nich. Lass mal reingehen, das haut schon hin...wir haben doch bisher immer Glück gehabt!"
Gesagt getan, rein da. Wenige Sitzplätze nur, das "American Diner"-Feeling ist gewollt, allerdings nicht gekonnt umgesetzt, ich war mehrere Male in den Staaten und ein Diner sieht dann doch anders aus. Die Idee ist gut, doch die Welt...nein, nicht Tocotronic zitieren jetzt, die Idee ist gut, man kann sie aber deutlich besser umsetzen. Aber es soll ja nicht ums Interieur gehen, sondern um die Burger.
M. und ich gaben unsere Bestellung ab und ergatterten dann einen Tisch, es gibt davon fünf und an jedem finden vier Personen Platz, es sei denn, man möchte während des Essens kuscheln, dann passen auch mehr Leute auf die lederbezogenen Sitzbänke. Sauber gemacht war der Tisch nicht, die Krümel der vorherigen Gäste lagen noch überall herum, mir macht das nichts, andere mögen es evtl anders sehen, daher sei es hier erwähnt. Allerdings arbeiteten im Laden auch nur zwei Jungs, einer nahm die Bestellungen auf, der andere war Chef-Brater...und gut besucht, wie es war, kam man wohl nicht zum Tische säubern. Wie gesagt, mir ist das latte, ein Hygienefreak weint vermutlich erstmal ein bisschen.
Ungefähr zehn Minuten dauert es, dann sind unsere Burger plus die dazu bestellten "fries" fertig...sie kommen in kleinen Körbchen, das hat man sich auch aus den Staaten abgeschaut, beim ersten Blick läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen.

Das, was da so lecker aussieht, daß man fast in den Monitor beißen möchte, ist ein "Beef&Bacon Burger". Ja, der war so grandios, wie er ausieht! Und riesengroß! Ok, den Cheese hab ich extra geordert - für läppische 30 Cent. Im Hintergrund M.'s Burger, der "Double Happiness", sprich: doppelt Fleisch. Dazu gabs auch für M. Cheese (auch doppelt) und eine Portioen "fries" mit Mayo haben wir uns geteilt, die landeten in M.'s Korb, da er sie bestellt hatte.
Die Burger waren umwerfend gut! Riesengroß, sie fielen nicht beim ersten Bissen auseinander, schmeckten ausgezeichnet, da passte einfach alles. Top! Die "fries" waren prima gewürzt, allerdings hätten sie für meinen Geschmack noch eine Minute länger in der Friteuse bleiben können. Trotzdem auch da alles schön.
M. und ich waren mehr als zufrieden, es hat großartig geschmeckt, satt gemacht und so solls sein. So und nicht anders.
Gut, man könnt den Laden etwas schöner/gemütlicher einrichten und ein paar Sitzplätze mehr wären auch nicht verkehrt...aber solange die Burger ihre Qualität behalten....hey, von mir aus verkauft die aus nem Kellerloch, nem Lieferwagen oder aus nem Bauchladen. Mir alles egal. Hauptsache, ihr haltet die Qualität.
Verdammt gut! Bis nextes Mal!
ThorgeFährlich @ Nixe Marienburger muss ich denn mit Maske machen, meine Ex wohnt paar Meter entfernt und der will ich echt nicht übern Weg rennen…
@ Klassensprecher Die 200 mach ich hier noch voll, das war immer der Plan :)
9 janvier 2013
Qype GmbH - Altstadt
Großer Burstah 50-52, 20457 Hamburg
19.11.2012
Einfach drauf los, so wie immer.
Guten Morgen liebe Qype-Mitarbeiter, hoffentlich seid ihr alle gut in die Woche gestartet.
Ich hätte aber gern mal Informationen zur Fusion mit "Yelp". Die möchte ich sogar schon seit ein paar Wochen sehr gern. Kommt aber nix.
Das führt dazu, daß einige User, die lange dabei waren und innerhalb der "Community" einen gewissen Legendenstatus erreicht haben (ich möchte jetzt keine Namen nennen, auch kein Nicknames...aber ich rede nicht über einen Underdog aus unserer Schreibermannschaft...der User war bekannt, hat täglich großartiges, hilfreiches, teils zum Nachdenken animierendes abgeliefert, viele zum Lachen gebracht und ist nicht zuletzt DER Grund, warum ich eigentlich hier bin, an sich wollt ich im Januar hier nur eine Info abgreifen, hab dann einen Text dieses Users gelesen...und bin hier hängengeblieben. Und der ist jetzt weg. Und seine Beiträge auch. Was für ein Verlust für dieses Portal!)
Und auch einige andere User, die ich sehr gerne gelesen habe und als sehr hilfreich empfand sind gegangen. Oder haben das Posten vorerst eingestellt.
Selbst ich habe mich anderswo auf einem anderen Portal angemeldet...und hab sogar einen Blog "eröffnet".
Denn ich brauch das Schreiben. Ich schreib gar nicht mal unbedingt, weil ich Informationen weiterleiten will, ich schreib einfach, weil ich nicht irgendwann laut schreiend mitten auf der Spitaler Straße stehen will und mich dann die Jungs mit den lustigen Jacken abholen kommen, weil der ganze Mist im Kopf zuviel wird und raus willl. Wenn ich beides miteinander verbinden kann, gleichzeitig informieren UND zu schreiben wie ein Wahnsinniger, so wie (bisher) hier: Perfekt! Absolut perfekt!! Gesucht und gefunden!!
Dann schau ich mir "Yelp" an. Ich mag schon den Klang des Namens nicht, klingt wie der letzte Atemzug eines Ertrinkenden...aber egal. Ich schaus mir an, ich höre und lese die Gerüchte (keine bebilderten Beiträge mehr, Zensur, keine "zu langen" Beiträge mehr, blablabrabra), und ich frage mich, wohin das führen soll, denn WENN die Gerüchte stimmen, DANN ist das hier kein Ort mehr für mich. Und da bin ich nicht der einzige, der so denkt.
Ich bin noch nichtmal ein Jahr dabei und bin mit Sicherheit nicht in der Position, um hier das Maul aufzumachen...das bilde ich mir gar nicht erst ein. Es wird immer genug User geben, die dieses Portal nutzen.
Aber Euch sollte doch auch daran gelegen sein, die tollen, die großartigen, die sensationell guten Schreiber an Bord zu halten, oder? Ich rede da NICHT(!!) von mir, aber von meinen Kontakten haben sich bereits mehrere der lesenswerten und hilfreichen vorerst oder komplett zurückgezogen, was diese Plattform qualitativ auf jeden Fall abwertet.
Also bitte, liebes Qype-Team: Haut endlich mal Informationen raus! Wie wird es hier weitergehen? Welchen Einfluß wird "Yelp" haben? Wird hier alles glatt gebügelt? Muss ich ab jetzt fünfmal über meine Wortwahl nachdenken? Und meine Beiträge auf zehn Zeilen oder so komprimieren? Darf bzw kann ich auch weiterhin Bilder in meine Beiträge einbauen, wenn ich das möchte? Fragen über Fragen...
Jetzt seid ihr an der Reihe.
Bitte versteht diesen Text nicht als "Angriff" oder ähnliches. Ich möchte nur gern wissen, woran ich bin. Und nicht nur ich...
Ich wünsche dem gesamten Qype-Team einen schönen Tag.
Und bin gespannt auf Reaktionen.
T_
vinzenztheis Genau das ist es was einen im Moment bei Qype verunsichert. Ich kann Thorgefärlich da in allen Punkten zustimmen. Bereits vor Wochen sind die gleichen Fragen gestellt worden und es ist an konkreten Antworten nichts aber auch gar nichts rausgekommen.
“Nur allgemeine Hinhalteparolen”.
Ich frage mich allen ernstes, was so schwierig daran sein sollte die gestellten Fragen zu beantworten. Ein einfaches “ja” dies oder jenes wird so bleiben wie bisher oder auch ein klares “nein” dies oder jenes wird es in Zukunft nicht mehr geben.
31 décembre 2012
vinzenztheis Dass das an Yelp liegt ist mir klar, das ist es ja gerade. Die möge dann doch bald das Mäuslein beißen damit sie aus den Puschen kommen und nicht die vielen fleißigen Schreiberlinge im Regen stehen lassen !!!
Aber wer weis, möglicherweise wird Alles sehr viel übersichtlicher, besser und umfangreicher, schneller, großzügiger und einfacher. Oder ??
Hier bin ich zwar erst seit einem Jahr dabei (Frischling also) habe mir aber sehr viele andere Portale angeschaut und fand Qype als das für mich genehme.
Wenn ich mir das Portal von Yelp anschaue kriege ich die Krise.
31 décembre 2012
Couch Kapitän - St. Pauli
Antonistraße 4, St. Pauli, 20359 Hamburg
05.11.2012
(mis à jour le 19.11.2012)
Aber am letzten Abend, da solls nochmal krachen. Obwohl am Tag drauf um 15 Uhr der Flieger geht. In meinen Lieblingsclub solls gehen, kostet zwar Eintritt an nem Samstag, was solls. Also treffen an der S Reeperbahn, schnell am Kiosk ein Bier gezogen und dann los. Der Weg führt durch Sankt Paulis schmierigste Ecken, die Silbersackstraße runter, wo die Sprittis auf den Ascheplatz scheißen, gegen die Bäume pissen oder wo auch ab und an mal einer mit ner Nadel im Arm herumliegt. Eine ganz finstere Ecke Hamburgs. Dazu gröhlendes Partyvolk, das sich in den Armen liegend im Promillerausch Ballermannhits rezitiert und eigentlich direkt eingewiesen oder erschossen gehört. Stichwort: Finaler Rettungsschuß. "Rettung" ist dabei auf mich bezogen. Von den Trainingsanzug und Bauchtäschchen tragenden Aggro-Halbstarken, die hier patroullieren, fang ich mal gar nicht erst an...
Wir lassen diese verbotene Zone erfolgreich hinter uns, nur einer hat an einem Baum gelehnt gekotzt und beleidigt wurden wir auch nur ein Mal, das ist eine ansprechende Quote für einen Samstagabend. Wir sind wohl zu früh dran.
Sind wir in der Tat, denn im Pudel ist noch nichts los. GAR nichts. Der DJ baut noch auf, der Barkeeper zieht entspannt vor der Tür einen durch, wir wären die ersten Gäste. Ohne Musik, ohne Getränke. Ohne uns.
R. guckt etwas enttäuscht, ich allerdings hätte das wissen müssen. Es ist grad mal 00.40 Uhr und ich geh in den Pudel nie vor 2.00 Uhr, meist sogar noch später. Auch gern mal erst um 5, 6, 7 Uhr, dann kocht da die Stimmung. Das um 00.40 Uhr tote Hose ist, hätte mir klar sein sollen. Jetzt schnell eine Alternative finden, das Bier ist leer und die Nacht noch jung.
Auf dem Rückweg kommen wir wieder durch die Antonistraße und ich bleib vor einer kleinen Bar stehen, die mir schon auf dem Hinweg aufgefallen war, was ich aber nicht zur Sprache bringen konnte, da R. sich, da wir nun außer Hörweite waren, noch immer lautstark über die Bauchtaschenträger ausließ. Ich spreche kein Italienisch, aber mit "stronzo" oder "Vaffanculo!!" kann selbst ich etwas anfangen.
"Schau mal R., das sieht doch ganz hübsch aus hier!" - "Kennst'e du diese Bar?" - "Neeh, da war ich auch noch nie drin. Aber ein warmes Plätzchen, ein Bier und ne Kippe könnt ich vertragen. Gehn wir rein?" - "Ja, Bier ist gut'e und ich muss auch einmal'e auf die To-a-leeeette!"
Klein ist es, gemütlich, direkt ansprechend. Aufgeteilt in zwei recht kleine Räume, direkt gegenüber der Eingangstür die Theke, hinter der sich eine beeindruckende warm beleuchtete Wand von allerhand Spirituosen, den dazugehörigen Gläsern etc etc aufbaut ("altona93" weiter unten hat da ein nettes Foto von gemacht). Das sieht schonmal sehr ansprechend aus. Während R. gen "To-a-leeeette" verschwindet (im links angrenzenden sehr schmalen Raum die Treppe am Kopfende runter), bestelle ich an der Bar zwei Bier. Ich frage, was denn zur Auswahl steht, im Normalfall ist das ja in kleinen Bars in der Ecke nicht sooo viel. Das ist hier anders, mir werden locker 8 Namen um die Ohren gefeuert, und da ich mich bei so großer Auswahl eh nicht entscheiden kann bzw das ewig dauern würde, order ich zwei Beck's und bin mit irgendwas knapp über fünf € dabei. Das passt auf jeden Fall! Ich habe noch kurz die Karte studiert, auch die restlichen Preise waren völlig anständig und im Mittel, was die Ecke Paulis angeht (das Billigbier aus dem Pudel mal nun nicht als Vergleich herangezogen). Kein Bier teurer als 3€, soweit ich mich erinnere. Auf Cocktailpreise oder ähnliches hab ich nun nicht geschaut, das stand an dem Abend nicht zur Debatte.
Man sitzt an kleinen Tischen auf Holzstühlen/-bänken mit Kissen, das ist ok, nach einiger Zeit verlangte aber mein alter Körper doch mal danach, aufzustehen und die Glieder zu strecken. Was sich wunderbar mit dem Klobesuch verbinden ließ (welcher R.'s Worte bestätigte: "Das ist'e aber sehr sauber hier, obwohl'e wir nah am Hafen sind!" Dem stimme ich zu.).
Nun hatten wir also unser warmes gemütliches Plätzchen in der kalten Winternacht gefunden, komplett mit Bier und leiser Hintergrundmusik (irgendwas gitarrenpopmäßiges, das keinem weh tut, aber auch niemanden zu Freudenschreien animiert...also recht passend für ne kleine gemütliche Bar) - was liegt da näher als eine Kippe?
R. (paffend) "Wo sind'e die Aschenbecher??" - Ich (paffend) "Es scheint keine zu geben. Das ist seltsam." - R. "Hier, wir'e können in meine leere Flasche aschen'e!" - "Ohja, das ist gut. Aber was hast du denn fürn Zug drauf, hör mal?!? Mein Bier ist noch halb voll! Oder halb leer, je nachdem..." - "Ich bin das gewohnt'e weißt du. In meiner Zeit in Berlin'e hat man mir das beigebracht! Ich muss immer schnell trinken, sonst'e bleibt nichts übrig!" War klar, daß da wieder Kumpel M. und die Jungs dahinterstecken...
Wir haben unsere Kippen in der leeren Bierflasche entsorgt und an uns laufen drei Menschen vorbei, die uns böse und kopfschüttelnd anschauen, vor die Tür gehen und sich da bibbernd ihre Zigaretten anstecken.
Das erklärt die fehlenden Aschenbecher. Nichtraucherbar.
Uuups...unangenehm'e.
Aber so richtig zu stören scheints dann doch keinen. "Hmm, hier in der Flasche sind zwei Kippenstummel drin!" - "Ja, hab ich schon gesehen!" - "Ja, wir wussten das nicht, voll sorry und so (mogele ich, ohne rot zu werden oder einen Gesichtsmuskel zucken zu lassen, das kann ich gut.)" - "Ja, ach, passt schon, passiert öfter. Hauptsache, der Tisch ist sauber!" - "Vom dem kannste essen, gute Barfrau! Echt!" - "Sauber reicht mir." Ihr nicht unfreundlicher, aber doch bestimmter Gesichtsausdruck sagt mir, daß ich mich einfach nicht weiter um Kopf und Kragen reden soll, da eh alles im okayen Bereich ist. Na gut, halt ich eben den Mund, ich hatte noch so viele einfallsreiche Ausflüchte auf Lager. Nächstes Mal denn...
Als ich R. nahe legen möchte, das wir vielleicht doch bald mal gehen sollten, steht sie schon komplett mit Schal und Mütze bewaffnet nah dem Ausgang und macht Handzeichen (in Italien haben sie's ja mit der Gestik und R. macht da keine Ausnahme), die ich in etwa mit "Wir haben noch 10 Sekunden, um hier raus zu kommen...danach geht dann die Welt unter!!" deute. Oha. Schnell weg. Weltuntergang ist doch erst kurz vor Weihnachten.
Wir machen uns auf, dieses Mal nicht durch die Asi-Ecke, bloß nicht noch mehr bauchtaschentragende "Männer", wir gehn die Hafenstraße rauf, damit R. in ihrer letzten Nacht in dieser verdammten Stadt noch ein Mal den Ausblick auf den nächtlichen Hamburger Hafen hat, den selbst ich, der Endgegner dieser Stadt, sehr sehr liebe.
Nach dem netten Spaziergang landen wir wieder auf der gruseligen Reeperbahn und enden dann in...naja, das evtl mal in einem anderen Beitrag.
Freundin R. ist inzwischen in den Niederlanden gelandet und fehlt hier in HH. Und das sogar ziemlich sehr. Aber den (die, das?) "Couch Kapitän" mag ich nach wie vor gern, ist immer einen Stop wert, wenn es mich in meinem Lieblingsclub um die Ecke am Hafen zieht.
Ein feiner kleiner Laden, den ich gern schon früher entdeckt hätte.
Weitermachen! Ich mag euch!
Piazza San Pietro - Prati
Piazza San Pietro, Roma
04.11.2012
(mis à jour le 05.11.2012)
Also sitz ich da, im Kreise meiner Reisegruppe. In der Sonne, auf den Treppenstufen, die rund herum des riesigen Platzes angelegt sind. Hinter uns im Abstand von einigen Metern umrunden steinerne Säulen den Platz und in dem Rundgang unter dem Dach, das diese Säulen stützen, den Colonaden, ist der Teufel los. Der Teufel im Vatikan in Form von was-weiß-ich-wieviel-tausenden Menschen, die mit uns warten. Darauf, das er erscheint. Er, der alte Mann im weißen Gewand. Habemus papam! "Wir sind Papst!" Hallelujah!! Seine Heiligkeit, der Papst, soll hier nachher in seinem Papa-Mobil oder einem anderen Gefährt durch die in mindestens zweistelliger Milliardenzahl anwesende Menschheit rollen, dabei Hände schütteln, selig sprechen, taufen, weiß der Geier, was der Kollege sonst noch tun soll, will, muss.
Ich bin gespannt. Und sitze und warte und schwitze und rate beim lustigen Gruppenspiel "Wer bin ich?" mit. Gezwungenermaßen. Die Zettel kleben dank des Schweißes von ganz allein an der Stirn, was das ganze Spiel etwas eklig macht. Und ich bin George Bush. DAS macht es auf KEINEN Fall besser. "Bin ich ein strunzdummes, was Politik angeht vollkommen inkompetentes Arschloch, das bei seiner Wahl bewiesenermaßen beschissen hat?" fragt doch niemand bei so einem Spiel, wie soll ich da denn meine geheime Identität entschlüsseln?! Ich verliere. Meine Laune sinkt weiter in den Keller.
Ich gehe einfach mal los, noch ist der Platz leer, noch kann man das machen. Die Hitze macht fertig. Ich laufe bis so etwa in die Mitte des Platzes. Das sind so etwa 100 Meter, wahrscheinlich sogar mehr. Hätte ich doch jetzt bloß schon mein tolles Smartphone. Hab ich aber nicht. Grad wärs hilfreich, denn der Anblick ist nicht in Worte zu fassen. Ich dreh mich langsam im Kreis und sehe in immer fast gleichbleibender Entfernung die Stufen, auf denen irgendwo auch meine Gruppe sitzt, die weißen Säulen (sicher 300 Stück und hoch wie ein dreistöckiges Gebäude, genaue Daten weiß ich nicht, dazu müsste ich bei Tante Wiki spicken, ich soll und will aber ja hier persönliche Eindrücke wiedergeben) und in den Colonaden drängen sich die Massen. Der Platz ist fast menschenleer, denn keiner will ja in der prallen Sonne sitzen, die überdachten Gänge quellen über vor lauter Menschheit. Und ich bin mir sicher, daß die da viel viel mehr schwitzen als ich, der mitten auf diesem beeindruckenden Fleck Erde steht, das Panorama des Petersdoms im Rücken. Und noch dazu ist es ein verdammt geiles Gefühl, diesen Platz fast für sich allein zu haben! Ich fühl mich richtig gut und würd das gern rauslassen, aber an so einem heiligen Ort kann selbst ich mich zurückhalten. Ergo nur mal kurz die Faust geballt und ne Runde in sich rein gefreut.
Auch die beiden Brunnen auf dem Petersplatz sind beeindruckend, in dem, an dem im Buch "Illuminati" der Bischoff (oder was der war) abgemurkst wird, baden sich einige wenige Schwitzende die Füße. Auch schön. Ich überlege, ob das bei so einem Kunstwerk von Brunnen nicht irgendwie barbarisch ist - würde aber sofort mitmachen. Abkühlung, oh Mann. Das wär jetzt ein Hit!
Zurück zu meiner Gruppe. Ich setz mich hin, schau mich um...ein ziemlich hübsches Mädchen mit langen dunklen Haaren hat eine eingefrorene Wasserflasche in den Händen, dreht und wendet sie, schaut sie fragend von allen Seiten an...guckt dann mit großen Augen in die Runde und fragt: "Wie bekommen die eigentlich das Eis in die Flasche?!?" Betretenes Schweigen. Ungläubige Blicke. Ich spiele mit dem Gedanken, entweder mit dem Finger auf sie zu zeigen und laut zu lachen oder die nächsten 30 Minuten mit dem Kopf vor eine dieser riesigen Säulen zu hauen...
Das kann jetzt nur noch der Papst, UNSER Papst retten! Aber der kommt nicht. Warten.
30 Minuten später. Hätte ich mal den Kopf gegen die Säule gehauen. Dann wär hier jetzt Ende. Kein Papst zu sehen. Aber der Platz füllt sich zusehends. Ich könnt was essen...
Nochmal 30 Minuten später. Der Platz ist voll. Kein Papst zu sehen. Wo und wie soll der auch durchkommen mit seinem Autodingsbums? Ich könnte nicht nur, ich müsste sogar dringend was essen....
Weitere 30 Minuten später. Auch ein Papst kann sich mal verspäten. Auch um eine Stunde. Der ist alt, der braucht halt länger.
Mein Magen macht seltsame Geräusche.
Eine halbe Stunde später. Der Magen brüllt mich an. "Gib Essen! Du Arsch!!" Ich leide. Er auch. Der Platz ist inzwischen rappelvoll. Gedränge und Geschubse, schlimmer als bei Metallica vor der Bühne. Ellenbogen werden verteilt, jeder will der erste in der Reihe sein. In welcher Reihe eigentlich? Es lässt sich keine ausmachen. Durchsage: Der Heilige Vater ist auf dem Weg. Hatte wohl verschlafen.
Zehn Minuten später. Mein Magen bringt mich um. Im Umkreis von etwa 200 Metern kann man ihn knurren hören und ich werde böse angeschaut und mir wird ein "Psssccchhhtt!!" entgegengezischt wie im CinemaxX in der Abendvorstellung beim Aufreißen der Chipstüte.
Ich will durchhalten, ich will. Ich WILL. Meine Omi ist so stolz. "Ach Gott, der Junge trifft den Papst!" Geweint hat sie vor Rührung. Omi ist sehr gläubig.
Und ich bin sehr hungrig.
Ich habe das Gedränge des Platzes gerade hinter mir gelassen, da bricht der Jubel los. Da isser wohl, der alte Mann im weißen Gewand. Und verteilt vermutlich High-Fives. Und Segen. Und was weiß ich noch.
Is mir wurscht.
Ich finde eine kleine Pizzeria etwa 500 Meter vom Petersplatz weg. Und ich stopfe das Meisterwerk in mich rein, als gäbs kein morgen mehr.
Habemus Pizza! Besser geht grad nicht!
Der Papst muss warten.
Nächstes Mal denn...
ThorgeFährlich Ja Kiwi , der Petersplatz ist wirklich atemberaubend. (Der Petersdom umso mehr!) Leider habe ich keine Fotos gemacht, die das belegen können. Aber schau dir die Fotos meines Vorschreibers an…absolut großartig!!
Ich bin, wie man dem Text evtl entnehmen kann, nicht das kleinste bisschen gläubig oder religiös, aber in den Vatikan will ich auf jeden Fall nochmal zurück. Ein beeindruckender Ort!
5 novembre 2012
Kiwi2008 Das kann ich verstehen, ich war noch nicht da, aber der Vatikan steht definitiv auf meiner Wunschliste…:-))
Ich glaube nicht, dass man unbedingt religös sein muss, um einen Ort beeindruckend zu finden.
Ich fand dieses Jahr die Hassan II Moschee in Casablanca sehr beeindruckend, obwohl nun nicht gerade Muslima bin.
5 novembre 2012
Halloween 2012 - Barmbek-Nord
20095 Hamburg
02.11.2012
Ich schlurfe durch knöchelhohe Laubhaufen, es ist Herbst.
Endherbst, denn letzte Nacht gabs Temperaturen unter Null. Temperaturentechnisch also fast Winter. Ich mag Winter. Und ich mag auch Herbst. Fick Frühling, fick Sommer...das findet jeder gut. Ich nicht. Fick Mainstream.
Ich schlurfe immer noch durch das Herbstlaub, inzwischen sind meine Füße etwas nass, die Chucks, Geschenk einer Ex, ich trag sie trotzdem noch gerne, können die Feuchtigkeit nicht draußen halten. Nach und nach durchweichen auch die Socken.
Gruselig.
Passend.
Denn heut ist Halloween. Und ich bin verkleidet als unausgeschlafener ungewaschener miesgelaunter Mensch, der zum Discounter tappt, um Fertiggerichtscheiße und Milch zu kaufen. Einen Kater hab ich auch dabei, den sieht nur keiner...den fühl nur ich.
An meiner allerliebsten Haltestelle "Habichtstraße" stehen neben mir Cowboys...COWBOYS!!..., ein Mensch mit in den Kopf gebohrter Flasche, ein Haufen Zombies und eine Gruppe Vampire. Eine maximal 18 Jahre alte Vampirin stürmt mir entgegen, "faucht"...ccchhhrrrrrrrrrrrrr...und ist kurz davor, mich anzuspringen und sich in meinen Hals zu verbeißen...was maximal in nem Knutschfleck enden kann. Bevor es soweit kommt, interveniere ich mit einem ruhig, aber bestimmt ausgesprochenem "Wehe! Spring mich an und du hast zwei Schneidezähne weniger!"...die "Vampirin" guckt verdutzt, murmelt dann "Fick dich doch selbst!" und trollt sich zurück zu ihren Leuten. Vampire sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren... I blame you, Robert Pattinson!!
Die Bahn rollt ein. Ich steige in den zweiten Waggon von hinten. Das tu ich immer, reiner Aberglaube.
Vier Sekunden später möchte ich wieder aussteigen aus dem zweiten Waggon von hinten. Denn er ist gefüllt mit einer Grundschulgruppe, alle geschminkt, alle böse Zombies, alle auf Süßfraßjagd und alle gehen mir auf den Sack. Und ich kann die ja nicht alle KO hauen...kleinere haut man ja nicht. Scheiße. Ich höre extralaut Metalcore per Kopfhörer, "Heaven Shall Burn" verprügeln meine Trommelfelle...und trotzdem hör ich die Kack-Kinder noch. Ist das unterbewusst??
Es ist nur eine Station, die Fahrt dauert 3 Minuten...kommt mir wie Stunden vor. Dieses elende kleine verkleidete Pack. In Barmbek steig ich aus. "Heaven shall burn" kennen "The weapon they fear"... Der Barmbeker Bahnhof ist überlaufen von den verkleideten Hosenscheißern. Ich kenne zum Glück Aus- und Umwege und entfliehe dem ganzen Geraffel (Yay, endlich mal "Little Britain" zitiert!! ).
300 Meter noch zum Ziel, ich will doch nur einkaufen. Ich brauch Brötchen, Käse, Eier und Suchtmittel Nummer Eins. Fanta. Aber überall diese ekligen kleinen verfickten und verkleideten Kinder. Ist ja Wahnsinn, letztes Jahr war das nicht so!
Ich stehe an der Kasse und es zupft an meinem Hosenbein. Ich schaue runter. Ein verkleideter Wicht. Was sonst. Und er strahlt mich an und hat passend zum Piraten-Outfit auch einen Schneidezahn geschwärzt. Und mit dem Säbel haut es mir ans Bein. Er will Süßes. An der verdammten Kasse im Penny am Barmbeker Bahnhof, an der ich grad Käse, Eier und ne Buddel Wein bezahlen will. Und die Scheiß-Eltern stehen paar Meter weiter und freuen sich und knipsen Fotos. Solche Leute würd ich gern (zensiert.................................................), aber mal so richtig!!
Der Einkauf ist geschafft. Die Bahn ist weg und auf Bus fahren hab ich keine Lust. Zu Fuß nach Haus. Unmengen kleiner Mistkinder, die verkleidet rumschnorren. Aber mir respektvoll den Weg freimachen. Kurz telefoniert. "Ist Niko auch unterwegs?" - "Neeh, der findet sich dafür zu alt und findet das generell blöd, der daddelt mit meinem Mann an der Playsi. Hilfe!!" - "Sehr gut, ich habe nämlich beschlossen, Halloweenkinder scheiße zu finden! Wenigstens macht Niko da nicht auch noch mit!" - "Ich hab den eben gut erzogen!"
Eine kleine Prinzessin kreuzt meinen Weg. Guckt unsicher.
Ich groß, Kapuze auf dem Kopf, dunkel gekleidet, vermutlich böser Blick, aus den Kopfhörern drischt Hardcore...sie ganz klein, geht mir nichtmal bis zum Bauchnabel. Alles in rosa. Sogar der Jutebeutel, in den sie ihre Süßigkeiten geschmissen haben will. Vor mir steht ein rosarotes Etwas und ich bin verwirrt. "Du guckst so!" - Ähm...häh? Was meinst du, kleine...was auch immer du bist?" - "Ich bin eine rosarote Prinzessin!!!" - "Oh, ach...ja, das haut hin. Und warum gehst du mir auf die Nerven? Was willst du?" Ihre Mutti steht ein paar Meter weiter und schaut. Was macht die Kurze: Heulen, kollabieren, rumstammeln. Die kleine Prinzessin steht mir gegenüber, rosafarbene Krone auf dem Kopf, ein Zepter (?) in der Hand. Und guckt zu mir rauf. Ich guck zu ihr runter. Sie wedelt mit ihrem Zepterdings und ruft "Abrakadabra, ich möchte Süßigkeiten!!" Wohl eine Zauberprinzessin oder sowas. Aber...sie hat mich. Scheiße. Ich hab doch ein gutes Herz. Verdammt.
Und kanns denn wahr sein? Ich hab tatsächlich Süßscheiß dabei, den hab ich vor ein paar Minuten geschenkt bekommen von ner Werbetusse im Edeka meines Vertrauens. Schokoshit und drei Bonscher.
Das Zeug geb ich nun der kleinen Zauberprinzessin. Die guckt mit großen Augen, rast dann zu ihrer Mutti und brüllt "Muttiiiiiiii, ich hab Schokolaaaaaaaade bekommen!!!!". Und springt Mutti um den Hals. Mutti hat nur noch ein Auge frei, aber das strahlt mich an, lächelnderweise. Und mit der freien Hand bekomm ich einen hochgestreckten Daumen. Normalerweise bekomm ich immer nur hochgestreckte Mittelfinger. Gutes Gefühl.
Heim. Chillen. Ich hasse das Wort. Füße hoch, TV an, es läuft wie fast immer nur Kacke. Tolle Unterhaltung via ICQ. Das möcht ich jeden Abend haben. Ich mag es, mit tollen Menschen zu "reden".
Es klingelt an der Haustür. Oder besser: Es stört an der Haustür. Es ist irgendwas gegen 23.20. Ich mach das Fenster auf, schaue runter zum Hauseingang...ne Horde Kleinkinder mit elterlichem Begleitschutz (wenigstens das). Aber im Ernst, um fast halb zwölf klingelt ihr bei wem, der im dritten Stock wohnt?? Alter...da muss die Verzweiflung groß sein. Da haben Schakkeline, Zementa und Dschastin wohl nicht genug Dreck bekommen, den sie verputzen können. Da müsst ihr mir auch noch auf den Sack gehen.
Ich werfe Brandbomben und dann hab ich Ruhe.
Fuck Halloween!!
Zumindestens ein bisschen.
boy looking at the moon - Stockholm
Slottsbacken 2C, Stockholm
27.10.2012
(mis à jour le 29.10.2012)
Aber bei Denkmälern oder Brunnen oder Bauwerken kann selbst ich ja mal eine Ausnahme machen. Die werden ja nicht auf einmal schlechter, als sie es zuvor waren. Ich geh ja nicht morgen am Brandenburger Tor vorbei und denk "Scheiße, was ist das denn für ein Kackmist geworden? Dabei wars vor drei Jahren noch so toll!". Tu ich nicht. Not gonna happen.
Also schreib ich jetzt über den "Pojke som tittar på månen", den "boy looking at the moon". Den "Jungen, der zum Mond schaut". Warum will eigentlich nur die deutsche Sprache da ein Komma gesetzt haben?? Naja...
Ich war nur ein einziges Mal in Schweden und es war im Herbst. Und es waren nur vier Tage, zwei in Stockholm, zwei in Helsingborg. Und es war kalt, windig, regnerisch, also alles so, wie ich es aus Hamburg kenne.
Nach einem Spaziergang durch die Stockholmer City und einem echt guten Essen in einem hübschen kleinen Restaurant, dessen Namen ich allerdings vergessen habe, blitzte es auf einmal in den Augen meiner Begleitung. So wie bei Wickie mit den starken Männern, die reibt sich die Nase und hält dann den Finger in die Luft, meine Begleitung blieb einfach nur wie festgewachsen stehen.
"Ich muss dir was zeigen!". Und zack, wurde ich am Arm gepackt und durch die Dämmerung und den Nieselregen und auch durch die Gassen Stockholms gezerrt. Bis hin zum "Kungliga slottet" (dem königlichen Schloß), an dem meine Begleitung kurz inne hielt, mich vom Haken ließ und stolz und strahlend in Richtung der erleuchteten Fenster blickte. Sie ist großer Fan der schwedischen Königsfamilie. Hat man fast schon geahnt.
Weiter gehts, das "Stockholms slott" lassen wir im Rücken, es geht in eine kleine Gasse, die in einem Innenhof endet. "Da ist er!!" jubelt meine Begleitung und hopst vor Freude auf der Stelle.
Ich schau mich um, so auf Augenhöhe nichts zu sehen. "Da ist wer??" - "Der Junge!!" Ich schau nochmal. Ich seh keinen Jungen. Und außerdem ist es kalt und ich werd nass. Und die Begleitung strahlt und hopst und freut sich. Und ich versteh es nicht. Und dann folgt mein Blick ihrem ausgestreckten Arm und Zeigefinger.
Da ist er, der Junge. Der zum Mond schaut.
Er ist winzig. Ganz doll klein. Er sitzt da auf seiner kleinen Erhebung aus Metall, hat die Beine an den Körper gezogen und die Arme drumrum geschlungen und schaut. Den Mond an, der ist ja inzwischen schon am dunkler werdenden Himmel zu sehen. Und ich steh daneben und schau auf ihn runter, geh schließlich in die Hocke, um genauer zu schauen. Weil es ja draußen kalt und windig ist, hat irgendjemand ihm eine winzig kleine Wollmütze aufgesetzt und einen kleinen gehäkelten Schal umgelegt. Ich weiß nicht genau, ob ich mir an den Kopf fassen und "Meine Fresse, die Schweden sind wirklich ALLE bekloppt!" denken soll oder ob ich das ganze putzig, niedlich, was auch immer finden soll. Mit Seitenblick auf meine sich immer noch einen Keks freuende Begleitung entscheide ich mich zum goldenen Mittelweg. Die Statue ist niedlich und ein gewisser Anteil der schwedischen Bevölkerung hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Was sie nur noch sympathischer macht, irgendwie.
(Bildquelle)Um den kleinen Kerl herum liegen Münzen, nicht viel, paar Kronen und paar Cents, die haben andere Besucher dort abgelegt und die dienen wohl als Spende an denjenigen, der sich um den mondguckenden Jungen kümmert. Begleitung wusste es nicht, aber in *Martin Kaisers* Bericht von 2008 kann man nachlesen, das es die finnische Kirche ist, die ja auch in der Nähe liegt.
So sitzen wir denn da im Nieselregen, wenigstens aber windgeschützt, reden ne Weile, beobachten den Jungen, der zum Mond guckt dabei, wie er zum Mond guckt und irgendwann gehen wir dann "heim". Und ich bin glücklich.
Ich bin glücklich darüber, daß man mich an diesen Ort gezerrt hat, den ich von allein im Leben nicht gefunden hätte. Das war toll! Der winzig kleine Typ hat was. Ich mag ihn sehr sehr gern und würd lieber gestern als heute wieder zurück kommen.
Irgendwann kleiner Kerl, irgendwann. Lauf mir bloß nicht weg!!
26.04.2013
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ThorgeFährlich a commenté l'avis de Papa Rudis à 04:37
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